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Meridiane

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Qigong

ist ein Bestandteil der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM). Hierbei handelt es sich um ein ganzheitliches System, welches gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegungen, Selbstmassage, Atemtechnik und Meditation umfasst.

Qi ist die förderliche und vitale Energie des Körpers und wird oft mit „Lebensenergie“ übersetzt. Gong bezeichnet einen Zeitraum, in dem man etwas tut, und bedeutet unter anderem „Arbeit“. Qigong: „Arbeit mit der Lebensenergie“1.

Man unterscheidet Qigong in Jing Gong/Nei Gong (inneres Qigong), also Übungen, die in Ruhe durchgeführt werden, und in Dong Gong/Wai Gong (äußeres Qi-Gong) mit oder in Bewegung2.
Es gibt Qigong-Übungen im Liegen, Sitzen, Gehen und Stehen. Jede Stellung birgt Vor- und Nachteile: Im Liegen haben die Beine keine Tragefunktion, das Qi kann durch den ganzen Körper frei fließen. Es ist aber auch schwierig, in dieser Position wach zu bleiben. Beim Sitzen können die Beine energetisch blockiert sein, es sei denn, Beinübungen kommen ergänzend hinzu. Beim Gehen können die Beine ermüden und der Geist kann zu sehr vom Ziel der Entspannung auf die Konzentration der Bewegung abgelenkt werden3. Alle Übungen ohne äußere Bewegung wie Liegen, Sitzen und Stehen bezwecken eine tiefe körperliche Entspannung, die Regulierung des Atems und Lenkung des Geistes nach innen.

Beispiele des Stehens im Qigong (Zhanzhuang)

- Das Stehen beginnt für die Entspannung und Vorbereitung auf die weiteren Übungsstufen mit der ersten Position „einfache Haltung“.
- Die zweite „den Ballon halten“ entwickelt den Qi-Fluss durch den ganzen Körper.
- Die dritte „den Bauch halten“ fördert das Sammeln von Qi ins untere Dantian.

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In den weiteren Positionen wird mit verschiedenen Haltungen der Arme und Stellungen des Körpers der optimale Qi-Fluss im Körper aufgebaut.

Philosophie des Stehens

Dem Stehen sagt man eine intensive Wirkung auf Körper und Geist nach. Stehen ist für die Daoisten der Inbegriff des idealen Menschen, weil er sich als Säule zwischen Himmel und Erde befindet. Unter anderem deswegen nehmen in allen Qigong-Systemen die Übungen im Stand den größten Platz ein. Der Daoismus, auch Taoismus geschrieben, ist eine chinesische Philosophie. Zwei weitere Philosophieschulen sind: der Konfuzianismus und später auch der Buddhismus. Die genaue Entstehungszeit des Daoismus bleibt unklar. Zu der daoistischen Lehre gehören z. B. die Vorstellungen: der Mensch steht zwischen Himmel und Erde, die fünf Wandlungsphasen, die Lehre vom Qi, Yin und Yang und Techniken wie Qigong5. Die zwei wesentlichen Aspekte der Qigong-Übung sind die äußerliche (körperliche) und die innere (geistige) Ausrichtung. Ist die Körperhaltung entspannt, entspannt auch der Geist.


Qigong-Positionen

haben das Ziel einer natürlichen, entspannten Aufrichtung und eines schwebenden Gleichgewichts zwischen Streck- und Beugemuskulatur, - das Spiralprinzip. Sind Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke, der gesamte Körper ökonomisch im Einsatz, entsteht nach außen Geschmeidigkeit, Leichtigkeit, Gelassenheit und Heiterkeit. „Für den mühelosen Haltungsaufbau sind die passive Muskelarbeit und der Dehnungs- und Streckreflex verantwortlich.“6

Vorübungen

öffnen die Gelenke, fördern die Durchlässigkeit für die Energie und führen zu einem freien Qi-Fluss im ganzen Körper. Dehnen und Strecken hilft die Muskulatur, Sehnen und Bänder zu kräftigen, den Körper beweglich und durchlässig zu halten.
Den Körper im Wechsel sinken und steigen lassen, kann dazu beitragen die Gelenke zu öffnen sowie die aktive und passive Muskulatur optimal einzusetzen. Beim Sinken des Körpers weiten sich die Gelenke unter anderem das Illiosakralgelenk, beim Steigen wird die Tiefenmuskulatur aktiviert. Die Illiosakralgelenke verbinden das Kreuzbein mit den Hüftbeinen. Hier ist die Beweglichkeit sehr gering. Bei einer Blockade im Illiosakralgelenk erscheint einem ein Bein kürzer und das andere länger zu sein.

Entspannung in Bewegung am Beispiel der Schüttelübung

Qigong-Übungen lassen sich in vielen Fällen, nicht gänzlich auf ihren Ursprung zurückführen. Im Verlauf von Jahren entstanden Übungsvarianten, wodurch die gleiche Übung möglicher Weise unterschiedlich wiedergegeben bzw. gelehrt wird. Diese Übungsbeschreibung erfolgt in Anlehnung an: „Hui Chun Gong“, eine, seit 800 Jahren bekannte, chinesischen Bewegungs- und Atemtherapie aus dem Qigong. Hui Chun Gong bedeutet: „Übung zur Rückkehr des Frühlings“, wobei Frühling für die jugendliche Frische steht.

Das Schütteln

Ausrichtung

- Schultergürtel sind gesenkt
- Arme hängen locker mit geöffneten Achseln am Körper
- Durch die Nase tief in den Bauch ein- und ausatmen
- Die Zunge liegt locker im Mundraum

Übung

- Beginn eines sanften Schwingens, von den Fuß- und Kniegelenken ausgehend, über die Hüftgelenke bis in die Wirbelsäule und zum Kopf
- Nahtloser Übergang in eine deutlichere Auf-und Ab-Bewegung, in „Das Schütteln“
- Dabei zunächst noch auf die stete Verwurzelung beider Füße mit dem Boden achten
- Schwingung auch der Ellbogen, der Arme und Hände
- Den natürlichen, gleichmäßigen Atemfluss beibehalten
- Beim Schütteln

Die Grundhaltung im Qigong

ist die Basis-Position für fast alle Qigong-Übungen. Das Ankommen im Hier und Jetzt lässt das Qi besser durch den Körper fließen. Wichtig dafür sind die drei Grundregulationen:
- Körper (äußere Haltung)
- Atmung (Bauchatmung)
- Geist (innere Haltung/Lächeln)

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Energiezentren im Körper – Es gibt drei Dantian:

- Das untere, im Unterbauch, wird als Hauptenergiezentrum und somit wichtigste von den dreien gesehen. Wirkt stärkend im Nierenbereich.
- Das obere Dantian (Yintang) befindet sich in der Tiefe mittig zwischen den Augenbrauen.
- Das mittlere befindet sich tief in der Brustmitte, zwischen den Brustwarzen7.
Nach der chinesischen Lehre bilden diese Punkte den Zugang zu den im Körper liegenden Dantian.

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Der „Mingmen Punkt „Lebenstor“

ist ein sehr bedeutendes energetisches Zentrum (Akkupunkturpunkt) in der Lendenwirbelsäule, gegenüber des Nabels, zwischen dem zweiten und dritten Lendenwirbel. Das Öffnen des „Mingmen Punktes“ bedeutet alle Verspannungen und Blockaden im unteren Rücken loszulassen.

Dazhui „Punkt aller Strapazen“

liegt unterhalb des Dornfortsatzes des siebten Halswirbels.

Huiyin „Zusammenkunft des Yin"

liegt in der Mitte des Perineums (Damm).

Weitere Energiepunkte

Yuzhen "Jadekissen",

die kleine Erhöhung am Hinterkopf, die sog."Rückseite", also gegenüber vom oberen Dantien (Yintang).

Dabao "die große Umhüllung"

– unter den Achseln, zwischen 6. und 7. Rippe.

Qihu "Tor des Qi"

direkt mittig unterhalb des Schlüsselbeins, rechts und links.

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Zhongkui, liegt auf den Mittelfingern. In der Mitte des mittleren Gliedes des Mittelfingers.

Shenmen "Pforte des Shen" = "Tor des Geistes".

Der Punkt liegt in einer Vertiefung am Ulna-nahen Rand der Handgelenksfalte = eine gedachte Linie von der Innenseite des kleinen Fingers ausgehend nach unten bis zur vertikalen Handgelenksfalte.
Yin/Yang 

„Mit Yin/Yang werden die beiden Urkräfte des Dao bezeichnet, die durch ihr ineinandergreifendes Wirken die sichtbaren Erscheinungsformen verändern. Yin/Yang symbolisiert die gegensätzlichen, sich jedoch jeweils ergänzenden Pole allen Seins. Yang bezeichnet die positive Kraft des Universums, der Attribute wie männlich, aktiv, hell, stark, zugehörig, während Yin das negative Prinzip darstellt, in dem sich die Attribute verkehren. Yang-Symbole sind Sonne, Himmel, Feuer, Drache, Rot, Süden, Quecksilber und ungerade Zahlen. Yin-Symbole sind Mond, Erde, Wasser, Wolken, Tiger, Schildkröte, Schwarz, Norden, Blei und gerade Zahlen.11“
Yin und Yang brauchen sich gegenseitig. Besteht beim Menschen ein Überfluss an Yang (zu viel Energie), führt dies zur Erschöpfung und somit ins Yin (zu wenig Energie). Ein Überschuss an Yin führt zum Tod. Vor dem Tod ist der Mensch kühler, weniger durchblutet und unbeweglich.

Die Herkunft des Qi (Energie) im Körper

Warum wird der eine Mensch mit einer guten und der andere mit einer anfälligen körperlichen Konstitution geboren?

Beim Druck auf einen Lichtschalter geht das Licht an oder aus. Wo der elektrische Strom herkommt, ist mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Ähnlich verhält es sich mit dem Qi im Körper. Nach der traditionellen chinesischen Medizin befindet sich Qi überall im Körper. Es bewegt und verändert sich schnell und kann wieder aufgebaut werden.

Jing wird mit Essenz übersetzt.

Essenz liegt überwiegend in den Nieren. Sie verändert sich nur langsam über einen längeren Zeitraum und lässt sich schwer ergänzen. Das Jing von Mutter und Vater bilden in der befruchteten Eizelle das vorgeburtliche Jing. Hieraus ergibt sich die konstitutionelle Stärke des Kindes. Jing bestimmt unter anderem Wachstum, Fortpflanzung, Entwicklung und bildet die Grundlage des Nieren-Qi. Wir können Jing durch Achtsamkeit so lange wie möglich bewahren. Die Erschöpfung des Jing führt zum Tod12,13.

Aus der Essenz entsteht nach der Geburt das Ursprungs-Qi (yuanqi). Die zwei Quellen des nachgeburtlichen Qi sind das Atmungs-Qi (kongqi) und das Nahrungs-Qi (guqi). Das Atmungs-Qi strömt über die Lunge in den Körper. Das Nahrungs-Qi entsteht durch die Umwandlung von Wasser und Nahrung durch die Milz. Beide werden in der Lunge zusammengeführt und bilden das Sammel-Qi (zongqi). Aus dem Sammel-Qi unter Einwirkung des Ursprungs-Qi entsteht das wahre Qi. Es nimmt zwei Formen an: Das Nähr-Qi (yingqi) nährt die inneren Organe und zirkuliert in den Meridianen. Und das Abwehr-Qi (weiqi) schützt den Körper und zirkuliert in den hautnahen Schichten14.

Die Hauptfunktionen des Qi im Körper sind:

Umwandeln (von Nahrung in andere Substanzen), transportieren (Blut in den Blutgefäßen), halten (Organe am Platz und Blut in den Blutbahnen), heben (Qi abwärts), schützen und wärmen (den Körper).
Qigong-Übungen fördern durch die Regulierung des Qi-Flusses die körperliche Gesundheit. Gestärkt wird das nachgeburtliche Qi, welches das vorgeburtliche Qi unterstützt.
Die Lebensenergie läuft in der Vorstellung bis zum Tod wellenförmig. Kurz davor ist die Linie linear. Ist der Tod absehbar, gibt der Herzmeridian als letztes seine Arbeit auf. Im Todesfall verlässt das Chi den Körper.

Meridiane sind Energieleitbahnen im Körper, in denen ein Teil unserer Lebensenergie (Qi/Ki/Chi) zirkuliert15. Bei den meisten Menschen befindet sich durch die heute übliche intellektuelle Kopflastigkeit bzw. die Vernachlässigung des eigenen Körpers zu viel Energie im Kopf. Es gilt, diese Energie in die körperliche und energetische Mitte, ins untere Dantian zu bringen. Am Ende dieser Übungen sollte man zurück in die Körpermitte kommen und die Hände auf den Unterbauch (siehe erstes Foto) legen. Eröffnungsübungen

Alle Meridiane aktivieren – Übung 1 und 2 werden hintereinander durchgeführt

1. Übung
- Stand, Füße hüftbreit, oder Qigong-Stand (etwas breiter als auf den Fotos)
- Beginnend mit der Einatmung gleichzeitig Arme (über die Seiten) und Fersen heben, den Körper lang zum Himmel strecken
- Fingerspitzen gegeneinander legen
- Handflächen schließen mit festem Druck gegen die Handflächen, die Hände bis zur Brust senken
- Erst jetzt die Fersen absetzen
- Die Hände mit Handflächen Richtung Erde öffnen, dabei tief ausatmen
- Hände bis zum Unterbauch senken.

2. Übung
- Mit der nächsten Einatmung die Arme vor dem Körper gekreuzt gleichzeitig mit den Fersen anheben
- Den Körper lang zum Himmel strecken
- Handflächen drehen nach oben außen
- Arme über die Seiten nach unten senken
- Danach Fersen platzieren
- Mit der Ausatmung Hände von hinten nach vorne um den Beckengürtel streichen und auf den Unterbauch, unterhalb des Bauchnabels (das untere Dantien (Hauptenergiezentrum)) ablegen
- Im Wechsel beide Übungen acht Mal hintereinander wiederholen.


Herauspressen des Yin – ein Wechsel zwischen An- und Entspannung

- Beine gegrätscht, rechter Fuß dreht aus
- Linkes Bein streckt, rechtes Bein ist gebeugt (Knie steht über dem Fußgelenk)
- Unterbauch (unteres Dantian) ist verbunden zur Erde, Körpergewicht nun gleichmäßig auf die Beine verteilen und das Becken sinken lassen
- Rechten Arm heben, beugen und in die Handfläche schauen
- Linker Arm hängt locker, angewinkelt vor dem Unterbauch
- Gesicht entspannen
- Die rechte Hand schließt langsam (Finger für Finger, beginnend vom kleinen Finger aus) zur Faust
- Faust kraftvoll halten, atmen, Gesicht und linker Arm weiterhin entspannen
- Langsam Finger für Finger (beginnend vom kleinen Finger) wieder öffnen
- Handfläche dreht nach außen und schiebt nach vorne (in Blickrichtung) vom Körper weg (Ungewünschtes von sich weisen)
- Rechten Arm unter den linken senken und gleichzeitig (beginnend mit dem rechten Fuß) über die Fersen die Füße zur anderen Seite drehen
- Seite wechseln und die Übung dort wiederholen.

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Meridian-Dehnübungen

Die Übungen werden in der Reihenfolge der „Organ-Uhr“ jeweils ca. vier Mal ausgeführt – das kann zu jeder Tageszeit sein. Im Verlauf von 24 Stunden hat die Energie der Meridiane Minimal- und Maximal-Zeiten. Die genannten Uhrzeiten entsprechen den Maximal-Zeiten.
Lunge: 03:00 bis 05:00 Uhr
Dickdarm: 05:00 bis 07:00 Uhr
- Hüftbreiter Stand
- Hände hinterm Rücken verschränkt, Daumen ineinander verhakt, Fäuste locker geschlossen
- Einatmen, leichte Streckung nach hinten
- Ausatmen, Oberkörper sinkt nach vorne Richtung Erde, Arme heben dabei gestreckt so weit wie möglich über den Kopf
- Beine strecken
- Position halten, weiter atmen und mit einer Einatmung hochrollen
- Mit den Daumen andersherum verhakt die Übung wiederholen
- Nachspüren.

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Magen: 07:00 bis 09:00 Uhr
Milz/Pankreas: 09:00 bis 11:00 Uhr

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- Hüftbreiter Stand
- Ein Bein lösen und mit der Hand
derselben Seite am Fußgelenk fassen
- Fuß halten
- Becken nachstabilisieren
- Anderer Arm streckt seitlich vom Körper,
dabei zeigt die Handfläche nach oben
- Mehrere Atemzüge lang halten
- Position lösen und Stellung der Beine
vergleichen
- Übung auf der anderen Seite wiederholen
- Nachspüren,

 

 

 

 

Magen und Milz gehören zum Erd-Element: ausgleichend, harmonisierend, kein Ungleichgewicht von Yin und Yang.

Erdkreise

- E1: Hüftbreiter Stand, Handflächen zeigen zum Unterbauch
- E2: den rechten Fuß in einen Ausfallschritt nach vorne setzen, Handflächen zeigen Richtung Erde
- E3: Oberkörper leicht nach vorne beugen, Hände gleiten über die Erde vor
- E4 und E5: mit beiden Händen einen großen Kreis über die Erde nach links ziehen, der Oberkörper bewegt sich mit
- Zu Beginn sind die Arme eng am Körper, im Bewegungsverlauf werden sie gestreckt
- Beinstellung wechseln und die Übung zur anderen Seite wiederholen

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Himmelskreise

- H1: Füße geschlossen stellen
- Arme strecken zum Himmel
- Handflächen zeigen zum Himmel
- Fersen heben
- H2: mit dem Oberkörper beginnen nach vorne beginnen zu kreisen H3: Oberkörper über links H1: und zurück zu H1 bewegen
- Fersen senken und den Stand der Beine vergleichen
- Die Übung wiederholen aber die Kreise nach rechts zeichnen.

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Ein ausgewogenes Erd-Element lässt sich von einer kraftvollen, provozierenden Persönlichkeit nicht aus der Ruhe bringen.

Herz: 11:00 bis 13:00 Uhr
Dünndarm: 13:00 bis 15:00 Uhr
- Aufrechter Stand
- Fersen geschlossen, Fußspitzen zeigen nach außen
- Handflächen vor der Brust geschlossen, Finger zeigen nach oben Richtung Kehle
- Handflächen drücken leicht gegeneiander
- Arme schieben nach links, Hüfte macht automatisch eine leichte Ausgleichbewegung, Kopf dreht nach rechts (Hüfte und Kopf haben die gleiche

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Blase: 15:00 bis 17:00 Uhr
Niere: 17:00 bis 19:00 Uhr
- Stand, Füße eng aneinander, Finger verschränken, Handflächen nach außen gerichtet, Arme gestreckt zum Himmel
- Mit der Ausatmung den Po nach hinten schieben, dabei geht der Oberkörper mit geradem Rücken und gestreckten Armen nach vorne

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- In der Vorbeuge die Hände um die Beine herum auf die Waden oder die Finger unter die Fußsohlen (ohne Foto), an die „sprudelnde Quelle“ legen
- Mit erneuter Ausatmung Beine strecken

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- Für das Aufrollen die Arme wieder nach
vorne bringen und die Finger
verschränken
- Beim Aufrollen einatmen





Diese Übung löst unter anderem Blockaden und Verspannungen im Rücken.

 

Kreislauf: 19:00 bis 21:00 Uhr
Dreifacher Erwärmer: 21:00 bis 23:00 Uhr

Dehnung Kreislauf
- hüftbreiter Stand
- Arme seitlich, schulterhoch ausgestreckt
- Ellenbogen mehrere Male beugen und wieder strecken, pumpen
- Die wechselnde Dehnspannung an den Unterarmen (Kreislauf) spüren

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Dehnung Dreifacher Erwärmer

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- Oberkörper leicht nach vorne beugen
- Arme vor dem Körper nach unten
kreisförmig bewegen
- Mit den Armen in der Vorstellung einen
großen Luftballon festhalten
- Den Luftballon im Wechsel drücken
und wieder loslassen
- Die wechselnde Dehnspannung Außen
an den Armen (Dreifacher Erwärmer)
ist dabei kaum sichtbar



 

Gallenblase: 23:00 bis 01:00 Uhr
Leber: 01:00 bis 03:00 Uhr
- Breiter, fester Stand
- Hände fassen, Handflächen drehen nach außen, Arme strecken lang zum Himmel
- Den Körper lang strecken, Schultern bleiben tief
- Im Wechsel zu beiden Seiten dehnen, Oberkörper jeweils seitlich langziehen
- Die Dehnung jeweils ca. 20 Sekunden halten.

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Je weiter die Beine geöffnet sind, desto aktiver ist die Dehnung des Lebermeridians an den Beininnenseiten. Je intensiver die Dehnung zu den Seiten ist, desto intensiver ist die Dehnung des Gallenblasenmeridians an der Körperaußenseite.

Meridian-Anfangs/-Endpunkte an den Fingern und Fußzehen

Die vier Feuer-Meridiane sind Arm-Meridiane und befinden sich an der Hand vom
Mittelfinger ausgehend Richtung kleinem Finger.

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Literaturverzeichnis

1. Qigong, Ausbildungsunterlagen, Heike Seeberger, Marbach 2009/2010
2. Sport in Prävention, Ausbildungsunterlagen, STB, Stuttgart 2009
3. Vinyasa Power Yoga, Ausbildungsunterlagen, Karo Wagner, Schwetzingen 2009
4. QIGONG, Kenneth S. Cohen, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008
5. Die Energietore des Körpers öffnen, Bruce Frantzis, Windpferd Verlag, Oberstdorf 2008
6. Wissenswertes vom Qi-Gong, Foen Tjoeng Lie, Kolibri-Verlag, Hamburg 1995
7. dtv-Atlas zur Akupunktur, Carl Hermann Hempen, München 1999
8. Taijiquan & Qigong Lexikon, Monika u. Gabi Lind, Kolibri-Verlag, Hamburg 1995
9. Kraft ohne Anstrengung, Dieter Allgaier, München 1999
10. Yoga Anatomie, Leslie Kaminoff, riva Verlag, München 2008
11. Qigong, Neue Harmonie für Seele und Körper, Jian – min Wang, Econ Verlag, Düsseldorf 1996
12. Die Energie der Bäume – Ihre Aura und Heilkraft, Jasmin und Michael Reid, Kailash, 2003
13. Ruhe und Ausgeglichenheit mit Qi Gong, Klaus P. Waldmann, Urania1998
14. Qigong aus der Praxis für den Alltag, Ulrike Dehnert & Gerd Hartwich, Cadell 2007
15. 30 Minuten für Business Qigong, Awai Cheung, Gabal 2007
16. Grundlagen der chinesischen Medizin, Giovanni Maciocia, 2. Auflage, Urban & Fischer, München (2008)
17. Was das Qi zum Fließen bringt, Grundlagen der Methoden der traditionellen Chinesischen Medizin, Tom Williams, Arum Verlag (1996)
18. Hui Chun Gong, Die Verjüngungsübungen der chinesischen Kaiser, Monnica Hackl, Irisiana Verlag, München 2012

Qigong CDs

“Buddha and Bonsai, Vol. 2”
www.costaverdeproduction.com
Meine persönliche Einschätzung: Die CDs aus der Serie „Buddha and Bonsai“ unterstützen eine Qigong-Stunde mit ruhiger und entspannender Qigong-Musik. Mir persönlich gefallen alle Lieder auf den mir vorliegenden CDs aus dieser Serie.